Lehrer und Schule von 1876 bis 1933

Die Volksschule Steinhude war bis 1876 eine Halbtagsschule mit einem Lehrer und zwei Klassen.
Von 1876 bis 1878 unterrichteten zwei Lehrer in vier Klassen, und von 1879 an erteilten drei Lehrer in fünf Klassen Unterricht.
1898 kam eine weitere Lehrkraft dazu, und es wurde eine sechste Klasse eingerichtet. Es unterrichteten jetzt vier Lehrer, und ca. 350 Schüler besuchten die Schule.
1921 wurde die Schule in eine 7-stufige umgewandelt. In der Oberklasse (1. Klasse) gab es die Abteilung A und B. Die Schulpflicht betrug acht Jahre.
Die Zählung der Klassen begann mit Klasse 7 (ab 1941 mit Klasse 1).
Hauptlehrer und Schulleiter war ab 1891 Heinrich Schwarze.
1914 erhielt er den Titel Rektor. Er leitete die Schule bis 1926.

Rektor Heinrich Schwarze

Das Kollegium der Volksschule Steinhude 1921

Handarbeiten

Bereits 1897 erhielten die Mädchen der Oberklasse „weiblichen Handarbeitsunterricht". Diesen Unterricht erteilte Fräulein Sophie Pohlmann und auch für „Haushaltungskunde" war sie zuständig.

Die erste Handarbeitslehrerin der Volksschule Steinhude.
Fräulein Sophie Pohlmann, rechts, mit ihrer Schwester.

Neue Zeiten

Im Jahre 1926 wurde Wilhelm Bock, der seit 1914 an der Schule unterrichtete, zum Rektor ernannt. Ihm verdankte die Schule viele Neuerungen, so wurde 1927 eine Signaluhr mit zwei Klingeln im Flur der alten Schule, eine in der neuen Schule und eine draußen, angeschafft.
Auch das Mädchenturnen stand nun auf dem Stundenplan.
Im Herbst 1928 bekam die Schule eine Zentralheizungsanlage zum Preis von 10.000 Reichsmark. Wie gut diese Investition war, sollte sich schon im Winter 1928/1929 herausstellen. Der Winter war so außergewöhnlich hart, dass die Schulbehörde Kälteferien vom 18. - 23. Februar 1929 anordnete. In Steinhude wären die Kälteferien nicht nötig gewesen, denn die neue Heizungsanlage bestand ihre „Feuerprobe" glänzend.

Das Kollegium der Volksschule Steinhude 1933

Rektor Wilhelm Bock

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